dokumentarfilm

Postcard to daddy

Der Filmemacher Michael Stock wurde im Alter zwischen acht und sechzehn Jahren von seinem Vater sexuell miss- braucht 25 Jahre später konfrontiert er vor laufender Kamera seine Familie mit seiner Vergangenheit. Die daraus entstandene Videobotschaft sendet er in Form eines Dokumentarfilms an seinen Vater.

Trotz des unfassbaren Dramas ist POSTCARD TO DADDY nicht von Hass geprägt, sondern von Hoffnung und Liebe zum Leben. Michael Stock will nicht anklagen, sondern verstehen.

YEAR:
Director:
Country:
Info:

2010.

Deutschland.
86 minuten, HD cam, farbe.
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"Postcard To Daddy trifft einen Ton, den man in der üblichen Aufgeregtheit der Diskussion sonst nicht vernimmt: Es ist ein ruhiger, fast schon stiller Ton. Eine Qualität, die den Film von vielen Werken zu diesem Thema unterscheidet und die über eine einseitige Stigmatisierung des Täters hinausgeht."

- Jan van Helt “critic.de”

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"Ein Dokumentarfilm, der ehrlich, aber gefühlvoll mit dem Thema umgeht. Dabei geht es Stock nicht im Geringsten um Zurschaustellung seiner seelischen Wunden. Es geht ihm um Abschluss, um den Seelenfrieden seiner selbst und seiner Familie."

- Beatrice Behn “kino-zeit.de”

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"Ein Film, der zum Lebensprojekt, zum Überlebensprojekt geworden ist. Man merkt den ungeheuer dichten, komprimierten 86 Minuten an, dass er eine zwanzigjährige Entstehungszeit besitzt. So perfekt ausbalanciert ist der Wechsel von Interviews zu Szenen aus Stocks Alltag geraten."

- Tilman Krause “Die Welt”

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“Stock rechnete mit der Auskunft „Annahme verweigert“, aber es kam anders, und so ist in der allerletzten Szene von „Postcard to Daddy“ der Vater zu sehen. Hinter diesem Schluss steht keine Vorsätzlichkeit, und doch hätte man den Film besser nicht bauen können."

- Kerstin Decker “Tagesspiegel”

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"Michael Stock beweist eine erstaunliche Kontrolle über das Material. Den Opferbonus, den man ihm gern zugestehen würde, hat er nicht nötig. Postcard To Daddy ist meisterhaft geschnitten und strukturiert. Der Film stellt viele Fragen und überlässt die Antworten den Zuschauerinnen und Zuschauern."

- Frank Noack “Siegessäule"