Dokumentarfilm

Heilen durch Teilen

„Healing by Sharing“ wird zum Motiv des dokumentarischen Roadmovies durch Kenia und erzählt von verschiedenen Persönlichkeiten, die sich in ihrem Umfeld inmitten Afrikas unermüdlich bemühen, die Lebenssituation für ihre Mitmenschen zu verbessern.
Portraitiert werden das HIV-Waisendorf „Good Hope“, die KEMRI-HIV-Forschungsklinik, der Sexarbeiter Jimmy und die Mpala Mobil Clinic, die die vielen verschiedenen Stämme im Distrikt Lakipia West medizinisch versorgt und über Familienplanung und HIV Prävention aufklärt.
In Nairobi trifft das kleine Filmteam den Sarakusi Trust, eine Akrobatenschule für Kinder und Jugendliche aus den Slums, die „Hope Raisers“, die mit Musik der Gewalt in den Slums entgegenwirken, die „Fruitful Women“, die sich um die vielen Waisenkinder in Kibera kümmern sowie die „Ghetto Wasanii“, die die Nachbarschft mit einem Friedensfest von Waffen fernhält und Kibera zu einem friedlichen und multikulturellen Ort der Selbsthilfe macht.

Ein Besuch bei Human Rights Watch in Nairobi und dem charismatischen Pfarrer Michael Kimindu, dem Paten und Mitbegründer der Initiative „Other Sheeps Africa“, fokussiert die verheerende Situation der LGBTI-Szene in Kenia. Ein Autounfall des Filmteams und der Lynchmord eines LGBTI-Aktivisten scheinen dem Roadmovie ein tragisches Ende zu setzen.

Director´s Statement – Healing By Sharing – ein Politikum.

Healing by sharing konnte auf keinem Festival gezeigt werden, außer beim Outview Film Festival Athen. Aus unterschiedlichen Gründen konnte der Film 2013 nicht veröffentlicht werden. Zum einen, weil ein kenianischer Hauptdarsteller an einer Psychose erkrankte. Als schwuler Mann im homophonen Kenia hatte er große Angst um sein Leben. Aus Respekt ihm gegenüber zog ich den Film zurück. Aber auch ich bekam in Deutschland sehr viel Ärger. Aufgrund einer lebensbedrohlichen Krankheiten bin ich Rentner, bzw. gelte als erwerbsunfähig, und darf somit nicht mehr offiziell arbeiten. Dass man mit unabhängigen Dokumentarfilmen in der Regel kein Geld verdient, konnte ich jedoch recht einfach beweisen. Trotzdem ermittelte die Staatsanwaltschaft gegen mich mit dem Ergebnis, dass der Richter zu meinen Gunsten entschied. Das ganze Verfahren erstreckte sich jedoch über mehrere Jahre und blockierte damit die Veröffentlichung des Films. Die Geschichte, um die Entstehung des Films stellt sich heute für mich als Politikum dar und der Film bekommt jetzt Jahre später seine Kinopremiere. Jimmy, der Hauptdarsteller ist wieder gesund! Auf dieser Website veröffentliche ich nun bewusst diesen Text über diese unglaubliche Geschichte.

Hoffentlich trägt dieser Exkurs zu einer öffentlichen Diskussion zum Thema „Bedingungsloses Grundeinkommen bei, das in meinem aktuellen Film ebenfalls angesprochen wird. Geplant ist auch eine Kinopremiere in Kenia/Nairobi.

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