drama

Fucking Different!

15 Mal Queer Crossover: Lesbische Filmemacherinnen aus Berlin wurden gebeten, einen kurzen Filmbeitrag über ihre Vorstellungen von schwuler Liebe und Sexualität zu drehen – umgekehrt sollten schwule Filmemacher einen kurzen Film über lesbische Sexualität oder Erotik drehen. Ob Trick-, Dokumentar- oder Spielfilm – hinsichtlich der Genres waren den Beteiligten keine Grenzen gesetzt. Ob experimentell oder konventionell – auch die Form, derer sich die Filmemacherinnen und Filmemacher bedienen wollten, war ihnen freigestellt. Die einzigen Vorgaben bestanden in der Filmlänge – zwischen drei und sieben Minuten sollte sie betragen – und im Filmformat: Mini-DV sollte das Endresultat sein. Der Filmemacher Michael Stock trägt mit seinemKurzfilm „Sternenstaub verloren…“ mit einer tollen Besetzung bei.

Entstanden ist daraus nun eine Ansammlung höchst unterschiedlicher Filme, in denen es vorwiegend um die Offenlegung, Infragestellung und Dekonstruktion von Klischees geht, die, trotz einer scheinbaren Annäherung von Schwulen und Lesben in den vergangenen zehn Jahren, immer noch in erschreckendem Maße in den Köpfen der jeweils anderen verankert sind. Die Unterschiedlichkeit der Beiträge lässt auf eine nachdenkliche und informative Erweiterung unserer Rollenvorstellungen und genderspezifischen Muster hoffen. Denn: We are not just fucking differently, we are fucking different. Und das ist auch gut so.

 

Press critics:

One of the conventions of porn is that it does not linger long on the plot (in the sense of a plot), but usually gets to the point quickly. This also applies to the short film anthology „Fucking Different XXX“, which brings together eight examples of queer porn crossovers. If there is a man lying in the green and reading Goethe’s “Faust” (commented by Erich Trunz, so in a good, but not the canonical edition) and another man steps out of the bushes, then that must be enough – the rest is sex . The “Fucking Different” series already contains several collections of gay and lesbian self-understanding films from many places around the world. „XXX“ now explicitly adds pornographic contributions – with the special feature that the filmmakers placed the opposite sex in the center of their scenes: a queer tenderness overlaps the sometimes harder fetish scenes.

TIP Berlin 2005

Im Verleih von GMF Films: https://www.gmfilms.de/fucking%20different

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Info:

2005.

Deutschland.
90 minuten, HDV, farbe.